Ransomware: Stehen Ihre Backups im Ernstfall?

Die gute Nachricht zuerst: Die meisten Ransomware-Fälle enden nicht beim Angriff, sondern bei der Wiederherstellung. Wer brauchbare Backups hat und den Wiederanlauf geübt hat, kommt mit einem schlimmen Wochenende davon. Wer das nicht hat, diskutiert Lösegeldforderungen. Der Unterschied liegt in einer Handvoll Entscheidungen, die man vorher trifft – genau um die geht es hier. Warum Angreifer zuerst Ihre Backups suchen Moderne Ransomware-Gruppen verschlüsseln nicht einfach drauflos. Sie gehen systematisch vor: Erst Rechte ausweiten, dann die Sicherungsinfrastruktur finden – Backup-Server, NAS-Freigaben, Cloud-Sicherungen – und zuerst die Backups eliminieren. Dazu kommt die zweite Erpressungsstufe: Daten werden vor der Verschlüsselung kopiert und als Druckmittel veröffentlicht (Double Extortion). Ihre Backups helfen also nur, wenn sie die Verschlüsselung überleben – und das Upgrade auf „kopierte Daten“ ändert nichts an der Meldepflicht. ...

2026-09-13 · 3 Minuten · 430 Wörter · Stefan